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  Die Stimme, die nie zufrieden ist Kennst du das Gefühl, nach einem ganz normalen Tag abends im Bett zu liegen und trotzdem das Gefühl zu haben, nicht genug getan zu haben? Du hast gekocht, aufgeräumt, dich um jemanden gekümmert, vielleicht sogar etwas für dich selbst geschafft – und trotzdem meldet sich diese leise, aber beharrliche Stimme: Das war nicht genug. Du hättest mehr tun können. Andere schaffen das doch auch. Diese Stimme kennt fast jede Frau, mit der ich arbeite. Manchmal ist sie laut und unüberhörbar, meistens aber schleicht sie sich leise ein – zwischen zwei Aufgaben, in einem Blick in den Spiegel, in dem Moment, in dem wir uns eine Pause gönnen wollen und uns sofort schlecht dafür fühlen. Woher kommt diese Stimme eigentlich? Die innere Kritikerin ist nicht einfach da, um uns zu quälen. Sie ist irgendwann entstanden – oft schon sehr früh –, weil sie eine Aufgabe hatte. Vielleicht sollte sie uns davor bewahren, enttäuscht zu werden. Vielleicht wollte sie siche...
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  Wenn das schlechte Gewissen mitpflegt: Umgang mit Schuldgefühlen als pflegende/r Angehörige/r Von Jennifer Großgebauer "Ich hätte mehr tun sollen." "Ich hätte geduldiger sein müssen." "Ich hätte nicht so genervt reagieren dürfen." Kommen dir diese Sätze bekannt vor? Wenn du einen Angehörigen pflegst, begleitet dich wahrscheinlich ein ständiger innerer Kommentator – und der ist selten freundlich zu dir. Schuldgefühle gehören zu den häufigsten, aber am wenigsten ausgesprochenen Begleitern in der Pflege. Sie schleichen sich ein, wenn du dir eine Pause nimmst, wenn du genervt bist, wenn du eine Entscheidung triffst, die nicht allen gefällt – oder einfach, weil du ein Mensch mit Grenzen bist, der eine Aufgabe ohne Ende bewältigen soll. Heute schauen wir uns an, woher diese Gefühle kommen, warum sie so hartnäckig sind – und wie du liebevoller mit ihnen umgehen kannst. Woher kommen die Schuldgefühle wirklich? Schuldgefühle in der Pflege entstehen selten...
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  Achtsamkeit im Pflegealltag – 3 einfache Übungen, die sofort Entspannung bringen Von Jennifer Großgebauer Pflegende Angehörige geben täglich viel von sich – oft ohne Pause, ohne Aussicht auf Erholung. Für Menschen, die gleichzeitig fürsorglich, organisiert und manchmal auch erschöpft sind, kann ein kurzer Moment der Achtsamkeit ein echter Rettungsanker sein. Die folgenden drei Mini‑Übungen brauchen jeweils nur ein bis zwei Minuten, benötigen keine besonderen Materialien und lassen sich problemlos in den Pflegealltag einbauen. Probiere sie aus – spüre, wie sich Körper und Geist innerhalb kurzer Zeit lockern. 1. Der „Atem‑Check‑In“ (30 Sek–1 Min) Wie es geht Stopp kurz. Wenn du gerade die Hände deines Angehörigen hältst, den Besen schwingst oder den Geschirrspüler einräumst, atme bewusst aus und halte für einen Moment inne. Nimm 3 tiefe Atemzüge. Atme langsam durch die Nase ein, fülle den Bauch und das Zwerchfell – du spürst, wie sich der Bauch nach außen wölbt. Atme dann ganz sa...